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VGB: Zahlen und Fakten zur Stromerzeugung in Deutschland

VGB: Zahlen und Fakten zur Stromerzeugung in Deutschland

Die Grundlage: Wie viel Strom brauchen wir überhaupt?

Bevor wir uns die verschiedenen Quellen anschauen, müssen wir wissen, wie viel Energie wir als Gesellschaft verbrauchen. Die jährliche Strommenge, die Deutschland benötigt, ist gigantisch. Denk einfach mal an deinen Haushalt: Licht an, Kühlschrank läuft, Computer lädt, vielleicht noch die Waschmaschine. Multipliziere das mit Millionen Haushalten, dazu noch Fabriken, Büros und Krankenhäuser. Das ergibt eine Summe, die man kaum greifen kann. Diese Gesamtmenge schwankt natürlich je nach Wetter. Im Winter, wenn es früh dunkel ist und wir viel heizen, ist der Verbrauch höher als im milden Sommer.

Wenn du dich fragst, wie sich diese Gesamtmenge zusammensetzt, schau dir am besten die sogenannten Nettoinlandsbedarfszahlen an. Diese Zahlen zeigen dir, wie viel Strom tatsächlich im Land produziert und verbraucht wird. Wenn du dich tiefer mit den aktuellen VGB Zahlen und Fakten zur Stromerzeugung beschäftigst, wirst du sehen, dass der Verbrauch zwar konstant hoch ist, sich die Art der Erzeugung aber rasant wandelt. Genau darum geht es jetzt: Welche Quellen liefern diesen Strom?

Der große Wandel: Die Energiewende in Zahlen

Deutschland hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Weg von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas, hin zu erneuerbaren Energien. Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon, und du siehst die Auswirkungen täglich, wenn du mal auf die Strompreis-Entwicklung achtest oder eine neue Windkraftanlage in deiner Nähe siehst. Die Entwicklung der Anteile ist das Spannendste an der ganzen Sache.

Der Boom der Erneuerbaren Energien

Die Erneuerbaren Energien sind der Wachstumsmotor der deutschen Stromerzeugung. Hier reden wir hauptsächlich über Windkraft und Solarenergie (Photovoltaik). Der Anteil dieser Quellen steigt jedes Jahr deutlich an. Das ist super für das Klima, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich, weil Sonne und Wind nicht immer verfügbar sind.

Schauen wir uns die wichtigsten Akteure an:

• Windenergie: Diese ist oft der größte Einzelposten unter den Erneuerbaren. An windigen Tagen produzieren Windräder enorme Mengen an Strom. Die Zahlen hier sind beeindruckend, besonders wenn man die Offshore-Anlagen (auf dem Meer) mitzählt.

• Photovoltaik (PV): Solarstrom ist der Alltagsheld. An einem sonnigen Tag im Frühling oder Sommer kann die Leistung aus PV-Anlagen auf Dächern und Feldern so hoch sein, dass sie kurzfristig sogar Spitzen deckt. Die installierte Leistung wächst stetig, weil immer mehr private Hausbesitzer und Unternehmen Solaranlagen installieren.

• Biomasse und Wasserkraft: Diese liefern zwar einen konstanten Grundanteil, sind aber im Vergleich zu Wind und Sonne mengenmäßig kleiner. Wasserkraft ist geografisch begrenzt, Biomasse nutzt organische Stoffe zur Stromerzeugung.

VIDEO: 100 Jahre VGB – OnLine Veranstaltung

Die Rolle der fossilen Kraftwerke

Auch wenn der Fokus auf Grün liegt, sind Kohle- und Gaskraftwerke noch immer ein wichtiger Teil des Systems. Sie liefern die sogenannte „Systemrelevanz“. Was bedeutet das? Sie springen ein, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Man nennt das Regelenergie oder Grundlast – also die Menge an Strom, die immer verfügbar sein muss, um das Netz stabil zu halten.

Die Politik arbeitet daran, die Kohlekraftwerke abzuschalten. Das ist ein großer Schritt im Rahmen der Energiewende. Du wirst also sehen, dass die Zahlen für Kohle langfristig sinken. Gaskraftwerke sind flexibler und werden oft als Übergangstechnologie gesehen, da sie schneller hoch- und runtergefahren werden können als Kohle. Wenn du dich über die aktuellen VGB Zahlen und Fakten zur Stromerzeugung informierst, siehst du, wie diese fossilen Anteile langsam zurückgehen.

Was bedeutet das für dein Netz? Die Netzstabilität

Das ist der Punkt, der dich als Verbraucher direkt betrifft. Stell dir das Stromnetz wie ein riesiges, komplexes Spinnennetz vor. Es muss jederzeit im Gleichgewicht sein. Die Menge des erzeugten Stroms muss exakt der Menge des verbrauchten Stroms entsprechen. Passiert das nicht, gibt es Frequenzschwankungen, und im schlimmsten Fall drohen Stromausfälle.

Früher, als Kohle und Gas die Hauptlast trugen, war das einfacher. Die Kraftwerke lieferten eine gleichmäßige, steuerbare Leistung. Heute verteilt sich die Erzeugung auf tausende kleine und große Anlagen, die vom Wetter abhängig sind. Das macht die Steuerung komplizierter.

Die Herausforderung der Speicherung

Der Schlüssel, um die Schwankungen auszugleichen, liegt in der Speicherung. Wenn gerade viel Wind weht und die Sonne scheint, produzieren wir überschüssigen Strom. Dieser muss gespeichert werden. Aktuell ist das eine große Baustelle. Große Batteriespeicher wachsen zwar, aber sie reichen noch nicht aus, um die großen Mengen zu puffern, die an sonnigen oder windigen Tagen anfallen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den du bei den aktuellen VGB Zahlen und Fakten zur Stromerzeugung siehst, ist der Ausbau der Stromtrassen. Der Strom wird dort erzeugt, wo die Ressourcen am besten sind (z.B. Wind an der Küste), aber er wird oft dort gebraucht, wo die großen Städte und Industriezentren sind (z.B. im Süden). Deshalb müssen wir das Netz ausbauen, um den Strom effizient transportieren zu können.

Dein Einfluss: Was kannst du aus diesen Zahlen lernen?

Es ist leicht, sich von den riesigen Zahlen und komplexen Zusammenhängen überwältigt zu fühlen. Aber du hast durch dein Verhalten und deine Entscheidungen einen direkten Einfluss. Wenn du weißt, wie der Strom gerade erzeugt wird, kannst du deinen Verbrauch besser steuern. Um die Rolle der Kernenergie in diesem Mix besser zu verstehen, findest du hier Hintergrundinformationen zur Kernenergie in Deutschland.

Hier sind ein paar praktische Gedanken für deinen Alltag:

• Wettercheck für den Stromverbrauch: Wenn du siehst, dass es windig ist und gleichzeitig die Sonne scheint, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass viel Ökostrom im Netz ist. Das ist der ideale Zeitpunkt für energieintensive Tätigkeiten wie Wäsche waschen oder Geschirrspülen.

• Stromtarife verstehen: Manche Stromanbieter bieten dynamische Tarife an, die sich am tatsächlichen Börsenpreis orientieren. Dieser Preis sinkt, wenn viel erneuerbare Energie im Netz ist. Wenn du deinen Verbrauch anpasst, sparst du Geld und unterstützt gleichzeitig die Vollauslastung der Erneuerbaren.

• Eigenproduktion prüfen: Überlegst du, eine eigene PV-Anlage zu installieren? Die Zahlen zeigen, dass sich das immer mehr lohnt, da die Technologie günstiger wird und du direkt deinen eigenen sauberen Strom produzierst.

Die Energieerzeugung in Deutschland ist ein dynamisches Puzzle. Es geht nicht nur darum, die Menge X zu erzeugen, sondern darum, diese Menge X möglichst sauber und stabil zu bekommen. Die Zahlen zeigen deutlich den Trend weg von fossilen Brennstoffen. Das bringt Turbulenzen, aber auch riesige Chancen für eine nachhaltigere Zukunft. Wenn du dich informierst, verstehst du, warum bestimmte politische Entscheidungen getroffen werden oder warum dein Netzbetreiber gerade Bauarbeiten durchführt.

Häufig gestellte fragen

wie viel prozent ist erneuerbare energie gerade?

Dieser Anteil schwankt stark von Stunde zu Stunde und von Jahr zu Jahr. Im Durchschnitt der letzten Jahre lag der Anteil der erneuerbaren Energien deutlich über 40 Prozent der gesamten Bruttostromerzeugung. An manchen Sommertagen kann er kurzfristig sogar über 70 oder 80 Prozent erreichen, während er im Winter bei Windstille niedriger ist. Fakten und Hintergründe zum Atomausstieg sind eng mit der Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien verknüpft.

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VGB-Studie zur Windenergie in Deutschland und Europa …

was passiert, wenn zu viel strom erzeugt wird?

Wenn die Erzeugung die Nachfrage übersteigt, wird der überschüssige Strom entweder in Batterien oder Pumpspeicherkraftwerken gespeichert, wenn Kapazitäten vorhanden sind. Kann er nicht gespeichert werden, muss er exportiert werden, also ins europäische Nachbarland verkauft werden, oder schlimmstenfalls werden teure konventionelle Kraftwerke gedrosselt.

ist gas gerade wichtiger als kohle?

Ja, aktuell spielt Gas eine wichtigere Rolle als Kohle, wenn es um die flexible Reserve geht. Da der Kohleausstieg politisch beschlossen ist, wird Gas oft genutzt, um die Lücken zu füllen, die durch den Abschaltprozess bei der Kohle entstehen und die noch nicht komplett durch erneuerbare Energien gedeckt werden können.